EBRD unterstützt NGEN mit 70 Millionen Euro für 302 MW an Speicherkapazität

NGEN hat sich eine Finanzierung von bis zu 70 Millionen Euro von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gesichert, um fünf Großbatterie-Energiespeichersysteme in vier EU-Märkten zu errichten und zu betreiben. Das Darlehen wird durch eine Erstverlustgarantie des InvestEU-Fonds der EU abgesichert.
Das Portfolio umfasst je eine Anlage in Lettland, Rumänien und Slowenien sowie zwei in Polen mit insgesamt 302 MW Speicherleistung. Alle fünf Anlagen setzen Tesla-Technik ein. Die Standorte in Lettland und Slowenien werden die leistungsstärksten, netzgekoppelten Batteriespeicher im jeweiligen Markt sein.
Die Systeme arbeiten mit folgendem Handelsmodell: Sie vermarkten Energie direkt an den Großhandelsmärkten, statt sich allein auf regulierte Verträge über Systemdienstleistungen zu stützen. Die EBRD bezeichnet die Transaktion als eines der ersten länderübergreifenden Speicherportfolios für Energiehandel in Mitteleuropa.
Die EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) unterstützt NGEN nicht nur mit einem Kredit, sondern auch mit technischer Hilfe wie zB Einführung von Standards, Sicherheitstests für Industrieanlagen und Werkzeugen zur Risikominimierung. NGEN verpflichtet sich, den Frauenanteil in der Belegschaft innerhalb der nächsten fünf Jahre von 22 % auf 27 % zu steigern.
In Mitteleuropa fließt immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien (Sonne, Wind) in die Netze, aber die flexiblen Kapazitäten (z. B. Speicher, die Schwankungen ausgleichen) sind nicht im gleichen Tempo mitgewachsen. Stromspeicher, die je nach Marktpreis und Netzbedarf flexibel Strom einspeisen oder aufnehmen können, schließen diese Lücke am schnellsten. Da solche Speicherprojekte oft auf eigenes finanzielles Risiko am freien Markt betrieben werden (merchant portfolios), ermöglicht erst die Finanzierung durch multilaterale Entwicklungsbanken (wie die EBRD) den schnellen Ausbau.

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