Batteriespeicher

Fürstenfeld, Österreich - 12 MW / 24 MWh

  • 22 MW / 44 MWh
    Kapazität
    6× Tesla Megapack 2XL
    Technologie
  • Österreich
    Standort
    2025
    Inbetriebnahme / Erweitert & eingeweiht

Projektübersicht

Ein 12-MW-Batteriespeicher für die Stadtwerke Fürstenfeld errichtet in sieben Monaten

NGEN errichtete die Anlage bestehend aus sechs Tesla Megapack 2 XL in einer Zwei-Stunden-Konfiguration mit 12 MW Leistung und 24 MWh Kapazität. Nach einer Bauzeit von sieben Monaten wurde das System am 7. Februar 2025 im Beisein von Stadtwerke-Direktor Franz Friedl und Bürgermeister Franz Jost offiziell eingeweiht – als zu diesem Zeitpunkt größter Batteriespeicher Österreichs.

Der Standort liegt direkt neben einem im November 2024 in Betrieb genommenen, pelletsbefeuerten Holzgas-Blockheizkraftwerk (2 MW elektrisch, 3 MW thermisch) sowie nahe der 10-MW-PV-Anlage Flugplatz Süd. Beide Anlagen werden von der Fürstenfelder Ökoenergie, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke mit insgesamt rund 14,8 MW Photovoltaik-Leistung, betrieben. Damit greifen Erzeugung und Speicherung in der 9.000-Einwohner-Stadt nahtlos ineinander.

Erst die intelligente Software führt diese Komponenten zu einem funktionierenden Gesamtsystem zusammen. Die Plattform von NGEN stimmt den Speicher kontinuierlich mit den lokalen Erzeugern, dem Stromnetz und den Energiemärkten ab und entscheidet in Echtzeit, ob Energie gespeichert, eingespeist oder vermarktet wird.

Die Herausforderung

Ein rasch wachsendes Portfolio erneuerbarer Energien verlangte nach Netzstabilität und einer Strategie, um den Wert der lokal erzeugten Energie langfristig zu sichern.

Neben dem neuen Holzgas-BHKW hatten die Stadtwerke Fürstenfeld rund 14,8 MW Photovoltaik installiert genug, um rein rechnerisch etwa 5.600 Haushalte mit Strom zu versorgen. Diese beachtliche Erzeugung ist jedoch naturgemäß witterungsabhängig. Ohne Speicher entweicht überschüssiger Solarstrom oft zu niedrigen Marktpreisen, Lastspitzen belasten das Netz weiterhin, und die Versorgungssicherheit bleibt vom übergeordneten Übertragungsnetz abhängig.

Im April 2024 entschieden die Stadt und die Stadtwerke Fürstenfeld, diese Lücke mit einem Großspeicher zu schließen. Das Ziel: Das Netz zu stabilisieren, Überschüsse gezielt aufzunehmen und die regional erzeugte Energie vor Ort nutzbar zu machen. Die Hardware allein reicht dafür jedoch nicht aus – ihr volles Potenzial entfaltet die Anlage erst durch eine intelligente Software, die in Echtzeit entscheidet, ob Energie gespeichert, eingespeist oder an den Märkten gehandelt wird.

Die Lösung

Tesla Megapack 2 XL-Hardware, gesteuert über die Plattform von NGEN.

Das System basiert auf sechs Tesla Megapacks 2 XL in einer Zwei-Stunden-Konfiguration mit 12 MW Leistung und 24 MWh Kapazität – was etwa dem täglichen Stromverbrauch von 2.000 Haushalten entspricht. Während die Hardware die physikalischen Rahmenbedingungen vorgibt, übernimmt die NGEN-Plattform die strategischen Entscheidungen.

Die Software überwacht kontinuierlich das Stromnetz sowie die Märkte, prognostiziert Preissignale und Systembedarfe und richtet den Speicherbetrieb dynamisch darauf aus. Je nach Marktlage verschiebt sie die Kapazitäten flexibel zwischen Netzdienstleistungen zur Frequenzstabilisierung und dem Energiehandel. Vor Ort stimmt die Plattform den Speicher direkt mit den Photovoltaik- und BHKW-Anlagen in Fürstenfeld ab: Überschüssiger Sonnenstrom wird tagsüber zwischengespeichert und gezielt während der Lastspitzen wieder eingespeist.

Wesentliche Ergebnisse

Was dieses Projekt leistet.

Sieben Monate vom Spatenstich ans Netz

In sieben Monaten fertiggestellt und am 7. Februar 2025 in Betrieb genommen – zehn Monate nach dem Baubeschluss.

Österreichs Größter bei Inbetriebnahme

Mit 12 MW und 24 MWh war die Anlage bei ihrer Inbetriebnahme der größte Batteriespeicher des Landes.

Stabilität zu Spitzenzeiten

Netzstabilität und Versorgungssicherheit für die Stadt durch die kontinuierliche Steuerung der Batterie über die NGEN-Plattform.

Ein einheitliches kommunales Energiesystem

Die Batterie, rund 14,8 MW Solarleistung und das Holzgas-KWK-Kraftwerk werden über eine einzige Plattform koordiniert.

Projektgalerie