Niklasdorf, Österreich – 7.7 MW / 15.4 MWh
- 7,7 MW / 15,4 MWhKapazitätTesla MegapackTechnologie
- ÖsterreichStandort2026Inbetriebnahme

Projektübersicht
Ein 7,7-MW-Batteriespeicher im Murtal, präqualifiziert für die österreichischen Regelenergiemärkte und gesteuert über NGEN-eigene Software.
NGEN hat die Anlage in Niklasdorf auf einem Industriegelände im Murtal, Steiermark. Sie verbindet 7,7 MW Leistung mit 15,4 MWh Kapazität: vier Tesla Megapack 2XL in der Zwei-Stunden-Konfiguration, mit integrierter Kühlung und Steuerung.
Niklasdorf ist NGENs dritter Batteriespeicher in Österreich – nach Arnoldstein in Kärnten 2023 und Fürstenfeld in der Steiermark 2025. Alle drei werden als ein Portfolio von derselben Plattform gesteuert, die auch die übrige europäische Flotte von NGEN betreibt.
Die Herausforderung
Österreich verfügt über rund 0,1 GW an Großbatteriespeichern. Bis 2040 werden 2,7 GW benötigt.
Mit dem Ausbau von Wind- und Sonnenenergie stützt sich das österreichische Stromsystem immer stärker auf Anlagen, die Überschüsse aufnehmen und bei Bedarf kurzfristig wieder einspeisen können. Eine Studie von Austrian Power Grid, PV Austria, TU Graz und d-fine aus dem Jahr 2025 beziffert den gesamten Batteriebedarf Österreichs bis 2040 auf 8,7 GW – gegenüber 1,1 GW zum Zeitpunkt der Studie. Auf Großspeicher entfallen davon 2,7 GW, von denen heute erst etwa 0,1 GW realisiert sind.
Auf die Steiermark entfallen rund 17 Prozent des nationalen Bedarfs. Rang drei hinter Nieder- und Oberösterreich. Niklasdorf wurde genau in diese Lücke gebaut.
Kapazität erreicht die Regelenergiemärkte nicht allein dadurch, dass es sie gibt. Bevor auch nur ein Megawatt angeboten werden kann, muss sie beim Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid präqualifiziert werden. Die Präqualifikation ist die Eintrittskarte, nicht die eigentliche Arbeit. Sobald eine Anlage am Netz ist, müssen Gebote platziert, Positionen geführt und Energie auf Abruf geliefert werden. Diese Arbeit läuft ohne Unterbrechung, in jeder Stunde jedes Tages und sie wird softwareseitig abgehandelt.
Die Lösung
Tesla-Hardware vor Ort. NGEN-Software für die Steuerung.
Niklasdorf ist ein eigenständiger Batteriespeicher und nicht an ein einzelnes Erzeugungskraftwerk gekoppelt. Die vier Megapack-Einheiten bilden den physikalischen Rahmen: 7,7 MW Leistung über eine Dauer von zwei Stunden. Alles darüber hinaus ist eine Entscheidung: wann geladen wird, wann entladen wird und welcher Markt in einem bestimmten Zeitraum bedient wird. Diese Entscheidungen trifft die NGEN-Plattform.
Die Plattform verfolgt Netzzustand und Marktsignale fortlaufend und positioniert die Anlage entsprechend. Sie lädt in Überschussphasen und entlädt bei Verbrauchsspitzen. Den Ladezustand steuert sie dabei so, dass der Speicher beim Abruf verfügbar ist und nicht im falschen Moment leer.
Die Anlage wird rund um die Uhr aus NGENs Leitzentrale im slowenischen Žirovnica überwacht. Von hier aus wird die gesamte europäische Flotte des Unternehmens als ein koordiniertes System führt. Für den Standort und für den Netzbetreiber bedeutet das ein einheitliches Betriebsregime und einen einzigen Ansprechpartner.
Zentrale Ergebnisse
Was dieses Projekt leistet.
Marktreife Flexibilität
Präqualifizierte Kapazität an den österreichischen Regelenergiemärkten, verfügbar ab dem ersten Betriebstag.
Zwei Stunden bei voller Leistung
15,4 MWh halten 7,7 MW über zwei Stunden – angeschlossen im steirischen Industriegürtel, wo sich die Nachfrage konzentriert.
Entlastung in angespannten Stunden
Überschüsse werden in Niedrigpreisstunden aufgenommen und in Spitzen wieder abgegeben. Der Standort wird durchgehend aus dem Rechnenzentrum in Žirovnica überwacht.
Die dritte Anlage in Österreich
Niklasdorf, Arnoldstein und Fürstenfeld werden als ein einziges österreichisches Portfolio vermarktet und gesteuert.
